Vereinschronik der Tambouren & Pfeifer von Unterbäch 1976-2003


Am Segensonntag 1975 nach der Prozession hatte sich Anton Bittel von der Musikgesellschaft eine Trommel ausgeliehen und gab einige Solo-Stücke zum Besten. Dieses Können wollten auch bald einige Schaulustige Unterbächner erlernen und schon eine Woche später trafen sich 14 Anfänger zur ersten Übung . Für die letztlich sieben verbleibenden Tambouren wurde im Jahr 1976 eine Baslertrommel und ein Einheitskleid angeschafft.


• Die Tambouren bei einer ihrer ersten Übungen

• Jungtambouren am Üben

Die ersten Auftritte mit zittriger Hand fanden an der Front der Musikgesellschaft „Alpenrose“ als Marschtambouren statt. Nach einem Jahr intensivem Üben entschloss man sich, einen Tambourenverein zu gründen. Die Gründungsversammlung war am 13. Juli 1976. Unter den Gründern schrieben sich folgende Personen ein:

Präsident:
Zurbriggen Moritz
Vizepräsident:
Weissen Edy
Instruktor:
Bittel Anton
Vize-Instruktor:
Zenhäusern Konrad

Aktuar:
Furrer André
Kassier:
Weissen Norbert
Materialverwalter:
Furrer Elias
Tambour:
Weissen Fabian

Fortan nannte man die Vereinigung Tambourenverein „Burg“ Unterbäch. An der Delegiertenversammlung 1977 in Mund wurde die Sektion „Burg“ Unterbäch in den Oberwalliser Tambouren und Pfeifer-Verband aufgenommen. Im gleichen Jahr nahm man auch schon am ersten Oberwalliser in Mund teil.


• die Tambouren beim Schäferfest mit H.H.Pfarrer Josef Indermitte + 1976

Am 10. Juni 1978 wurde in einem feierlichen Akt das erste Vereinsbanner durch H.H. Josef Indermitte eingeweiht. Als Fahnenpatin stand Elisabeth Theler und als Fahnenpate Roman Weissen der Fahne zu Gevatter. Mit sichtlichem Stolz trug hierbei der Bannerherr Moritz Weissen die neue Fahne dem Verein voran. Die Patensektion war Raron-St.German.



• Die Fahnenweihe 1978

Im Jahre 1979 hatte man sich offiziell entschlossen, in Zukunft auch Pfeifer in den Verein zu integrieren. Anfangs Oktober konnte Pfeiferinstruktor Erich Schmid aus Ausserberg mit Eve-Marie Schnydrig zusammen die erste Übung starten. Die verbleibenden PfeiferInnen traten dann im Jahr 1981 am Oberwalliser Tambouren und Pfeiferfest in Visperterminen zum ersten Mal an die Öffentlichkeit.


• Die ersten Pfeifer am Oberwalliser in Visperterminen 1981


An der Generalversammlung im Jahr 1982 beschloss man eine Historische Uniform anzuschaffen. Gregor Zenhäusern und Pfammatter Walter rekonstruierten eine historische Uniform, die Reisläufertracht aus dem 15.-16. Jahrhundert, die genau unseren Anforderungen entsprach. Im August 1985 wurde sie feierlich von H.H. Pfarrer Peter Seiler eingeweiht.



• Die Tambouren & Pfeifer beim Einmarsch in ihrer neuen Uniform 1985


Dass ein kleiner Verein grosse Ziele erreichen kann, bewiesen die Jungtambouren unter jahrelanger Mithilfe von Juon Max aus Visp, als sie sich der Aufnahmeprüfung für Militärtambouren stellten und diese auch bestanden.


Fabian Weissen
1985 Militärtambour
Theler Damian
1986 Militärtambour
Theler Hans-Ruedi
1987 Militärtambour


Der Tambouren und Pfeiferverein hat seit der Gründung alle kirchlichen und weltlichen Anlässe mit Ahnenmusik immer umrahmt und hat somit seinen kulturellen Beitrag zum Dorfleben beigetragen. So konnte man 1990 auch das erste eigene Vereinslokal, das von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde, in Fronarbeit ausbauen. Mit der Teilnahme an Eidgenössischen Tambouren und Pfeiferfesten 1986 in Burgdorf und 1990 in Naters machten wir einen weiteren Schritt in unsere Zukunft.



• Die Sektion Unterbäch im Jahr 1989


Sehr erfreut zeigte sich unser Verein, als wir im Jahr 1991 als Vertretung der Ahnenmusik vom Oberwallis unsere Uniform im Kornhaus in Burgdorf ausstellen durften. Sie ist heute noch dort zu bewundern. Als junger Verein versuchen wir stets die Wettspiele der Jungtambouren und Jungpfeifer zu fördern. Aus diesem Grund organisierte man im Jahr 1994 die ersten Bezirkswettspiele, die hier in Unterbäch durchgeführt wurden. Da sie eine gute Vorbereitung für die Oberwalliser Wettspiele sind, wurden sie von den andern Bezirksvereinen weiter organisiert.



• Wettspieler des Vereins am Eidgenössischen in Gossau 1994

Um die Ahnenmusik attraktiver zu gestalten versuchten wir stets mit neuen Ideen und Rhythmen unser Vereinsrepertoire auszubauen. 1995 organisierten wir zusammen mit dem Tambouren und Pfeiferverein Bürchen ein Gemeinschaftskonzert um die Vielseitigkeit von Trommel und Pfeife dem Publikum vorzustellen. Mit viel Show , Witz und technischem Können gestaltete man ein Konzert, das beim Publikum sehr gut ankam. 1998 war das wohl strengste aber auch erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte. Erstmals konnten wir ein Oberwalliser Tambouren und Pfeiferfest durchführen. Unter dem Präsidium von Richard Vogel wurde dieser Anlass ein grosser Erfolg.


• Die Tambouren und Pfeifer am Oberwalliser 1998

Eine Woche später waren wir am Eidgenössischen Tambouren und Pfeiferfest in Solothurn und erreichten dort bei den Tambouren-Sektionswettspielen in der Kategorie S3, wo wir zum ersten Mal starteten, den hervorragenden ersten Rang. Auch bei den Sektionswettspielen konnte man sich beachtlich steigern.



• Die Tambouren als Schweizermeister in der Kategorie S3 1998 in Solothurn

Nach einem längerem Unterbruch von 13 Jahren stellten sich wieder Jungtambouren des Vereins der Militärtambourenprüfung, die sie auch mit Bravour bestanden haben.

Philipp Vogel
2000 Militärtambour
Michael Zenhäusern
2001 Militärtambour


Auch im Milleniumsjahr 2000 wollten wir einen speziellen Akzent der Ahnenmusik setzten, indem wir wieder ein Konzert der besonderen Art durchführten. Nicht nur die Aktiven trugen mit ihrem Können zu einem interessanten Auftritt bei, sondern auch die Jungen und diverse Gruppen umrahmten das Konzert, welches zu einem grossen Erfolg wurde.
Im Jahre 2001 konnte der Tambouren und Pfeiferverein sein 25 jähriges Jubiläum feiern. Zu diesem Jubiläum kamen viele Ehemaligen zusammen und versuchten mit einem Einmarsch und ein paar Darbietungen sich nochmals an die alten Zeiten zu erinnern.



• Der Verein im Jahr 2000 am Oberwalliser in Brigerbad


2002 am Eidg. in Sierre konnte der Verein seine steigende Form an den Ahnenmusikwettspielen mit einem guten 4. Rang bestätigen. Auch in diesem Jahr 2003 konnte der Verein sehr gute Resultate bei den Einzel und Gruppenwettspielen erzielen. Wie z.B am Oberwalliser einen 1.Rang von Chantal Wyssen in der jüngsten Pfeiferkategorie oder die Tambouren einen guten 2. Rang beim Westschweizerischen T&Pf-Fest in Cossonay in der Kategorie S2.


• Die Tambourengruppe mit dem 2. Rang in der Kategorie S2 2003 in Cossonay